Donnerstag, 26. Januar 2012

Gesundes Trinkwasser

Gesundes Trinkwasser

220px-2006-02-13_Drop-impactNachdem im Dezember die wintergrünen Kräuter im Focus standen möchte ich nun im Januar die Aufmerksamkeit auf das Lebensmittel Nr. 1, gesundes Trinkwasser, lenken. Warum gerade jetzt? Nun, fast alle Pflanzen halten gerade ihren „Winterschlaf“ , so dass wir alleine dadurch auch einmal Zeit haben uns anderen Schätzen der Natur zuzuwenden. Zum anderen ist es ja so, dass gerade in der Zeit nach dem großen Fest, dem üppigen Essen und den guten Vorsätzen für das neue Jahr die Themen „Abnehmen“, „Entschlacken & Entgiften“, und „gesünder Leben“ im allgemeinen hoch im Kurs stehen. Wasser spielt dabei eine zentrale Rolle und so gesehen ist der Januar der perfekte Monat für dieses Thema. 

Trinkwasser ist zum gesellschaftlichen Thema geworden. Wasser trinken ist „in“:
In Großstädten eröffnen Wasserbars mit Wässern aus aller Welt, Wasser wird in den Getränkekarten neuerdings eine eigene Rubrik eingeräumt, die Karaffe Wasser ist nun auch in Deutschland fester Bestandteil gehobener Tischkultur und Wasserspender begegnen uns überall in Geschäften, Praxen und Büros.
Die Verbrauchsstatistik des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen spiegelt dies wieder: der Pro-Kopf-Verbrauch an Flaschenwasser in Deutschland stieg von 14 Litern 1970 auf heute 138 Liter an – Tendenz weiter stark steigend.

Die Auswahl an Wässern scheint dabei unerschöpflich: allein 217 deutsche Brunnenbetriebe bieten eine Vielzahl an Mineral-, Quell-, Tafel- und Heilwässern an. Hinzu kommen zahlreiche Wässer aus dem Ausland insbesondere aus Frankreich, Italien, der Schweiz, ja sogar aus Skandinavien, Portugal und Neuseeland. Doch damit nicht genug: all diese Wässer gibt es mit oder ohne Kohlensäure, besonders mineralarm, mit einer bestimmten Menge und Zusammensetzung an Mineralien, mit oder ohne künstlich zugesetzten Mineralstoffen oder Aromen. Wo es doch scheinbar einfach nur um Wasser geht, welches jedem Verbraucher auch als Leitungswasser zur Verfügung steht, hat sich ein milliardenschwerer Markt entwickelt: alleine der Umsatz der deutschen Mineralbrunnenbetriebe liegt seit 2003 über der Marke von 3 Milliarden Euro jährlich und hat sich damit seit 1990 verdoppelt.
Zeigt der Anstieg des Flaschenwasserverbrauchs ein schleichendes Misstrauen gegenüber dem Leitungswasser?

Unser Leitungswasser sei gut, ja das am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt. Die örtlichen Wasserwerke arbeiten gemäß der Deutschen Trinkwasserverordnung und werden entsprechend überwacht. Andere Stimmen berichten von Belastungen durch Arzneimittelrückstände, Hormone, Nitrate und weiteren Stoffen aus der Landwirtschaft oder von Problemen mit alten Kupfer-, Blei- und Asbestbetonrohren.

Besorgte Eltern kaufen spezielles Babywasser, Sportlern werden Wässer mit mineralischen Zusätzen angepriesen, viele Tee- und Kaffeeliebhaber verwenden ausschließlich gefiltertes Wasser.
Ärzte und Ernährungsberater raten zum Genuss von mindestens 2 Litern Wasser am Tag. Über die Qualität des Trinkwassers hört man von diesen Berufsgruppen jedoch noch wenig. Solchermaßen alleine gelassen verwundert es nicht, dass unter gesundheitsinteressierten Menschen ganz unterschiedliche, ja widersprüchliche, Konsumgewohnheiten zu beobachten sind:
Während die einen auf besonders mineralreiche Heilwässer schwören, bevorzugen die anderen extrem mineralarmes Berg – und Gletscherwasser, welches meist aus Frankreich, Italien oder aus skandinavischen Ländern importiert wird. Wieder andere filtern oder destillieren ihr Wasser, energetisieren ihr Trinkwasser mit Halbedelsteinen, verwirbeln es oder stellen es auf besondere Energieplatten.

Das Thema Trinkwasser nimmt also im Bewusstsein der Verbraucher einen immer höheren Stellenwert ein. Wie wichtig es ist, seinen Körper mit ausreichend Trinkwasser zu versorgen und auch die Formel „2 Liter am Tag“ ist heute allgemein bekannt. Heute stellt sich vielmehr die Frage:
„Welches Wasser soll ich trinken?“ und
„Wie kann ich mich langfristig möglichst günstig mit gesundem Trinkwasser versorgen?“
Diese Fragen werden in den nächsten Wochen in kürzerer Form hier im Blog beantwortet, umfassender und nachhaltiger in dem von mir und Herrn Dr. Hilmar Burggrabe verfassten Buch. Dabei heben wir das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet:





1. Welche Wässer stellt uns die Natur zur Verfügung?
2. An welches Wasser hat sich unser Organismus im Verlauf unserer evolutionären Entwicklung adaptiert?
3. Welche Wässer nutzte der Mensch im Verlauf seiner Geschichte?
4. Welche Qualität hat unser Leitungswasser?
5. Welche Qualität haben unsere Mineralwässer?
6. Was leisten die unterschiedlichen Wasseraufbereitungstechniken?
7. Wie verhalte ich mich als Verbraucher?





In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allzeit einen gesunden Durst!
Markus Strauß

Vom Autor erschienen:
Dr. Markus Strauß
Dr. Hilmar Burggrabe
Trinkwasser & Säure – Basen – Balance
Naturaviva Verlag, 2009
ISBN 978 – 3 – 935407 – 05 -2

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